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Alarmanlagen für Häuser – Welche staatlichen Förderungen gibt es?

Der deutsche Staat und einige Bundesländer fördern den Einbau von einbruchhemmenden Maßnahmen in Privathäusern – so unter anderem auch den Einbau von Alarmanlagen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Einbau von Alarmanlagen, aber auch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau, indem sie zinsvergünstigte Kredite vergibt. Darüber hinaus gibt es ein neues Förderprogramm namens „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“, welches bundesweit gilt und zudem gibt es noch steuersparende Maßnahmen, die wir alle nachfolgend näher durchleuchten.

Staatliches Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“

Im Mai 2015 hat der deutsche Bundestag die Freigabe zusätzlicher Fördergelder für die Einbruchsprävention beschlossen – das Programm ist derzeit allerdings noch nicht in Kraft getreten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz KfW – fördert jedoch jetzt schon den Einbau einbruchssichernder Maßnahmen, wie eine Funkalarmanlage. Die zuständigen Programme heißen „Altersgerecht Umbauen“ und „Energieeffizient Sanieren“. Dazu zählen beispielsweise der Einbau einer Alarmanlage Haus, von Außenbeleuchtung und Bewegungsmeldern. Die KfW bietet hierfür Eigentümern oder Mietern zinsvergünstigte Förderkredite und/oder Zuschüsse. Mit dem neuen Programm soll künftig gefördert werden:

  • Der Einbau von Alarmanlagen
  • Der Einbau sicherer Fenster, Türen oder Gitter

Die Vorteile und Vergünstigungen sind:

  • Zusätzlich zur steuerlich absetzbaren Grenze eine Förderung von Handwerkerleistungen
  • Höchstbetrag 1.500 Euro – 20 Prozent der Gesamtsumme
  • Auszahlung nach Vorlage der Originalrechnung

Voraussetzungen:

  • Investitionssumme mindestens 500 Euro
  • Einholung von mindestens zwei Angeboten von zertifizierten Fachfirmen und Vorlage derselben bei der KfW

Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Im Rahmen der beiden zuvor genannten Programme bezuschusst die KfW Alarmanlagen und andere einbruchhemmende Maßnahmen mit besonders günstigen Krediten.

Gefördert werden unter anderem:

  • Videoüberwachungsmaßnahmen im Eingangsbereich
  • Systeme zur Einbruchsmeldung
  • Bewegungsmelder
  • Beleuchtung des Eingangs

Die Vorteile und Vergünstigungen sind:

  • Langfristige und zinsgünstige Finanzierung ab einem effektiven Jahreszins von 1,00 %
  • Förderung ist unabhängig vom Alter
  • Sondertilgungsmöglichkeit

So erhalten Sie die KfW Alarmanlagen Förderungen

Um den Kredit für den Einbau einer Hausalarmanlage zu erhalten, muss bei der eigenen Hausbank ein entsprechender Kreditantrag gestellt werden. Die Bank übernimmt dann auch die Abwicklung mit der KfW.

Staatliche Förderung Einbruchschutz in NRW

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr hat ebenfalls ein Förderprogramm verabschiedet, welches den Einbau verschiedener Sicherheitsmaßnahmen gegen Einbrüchen an Gebäuden fördert, so wie beispielsweise den Einbau einer Hausalarmanlage.

Diese Förderung ist vollkommen unabhängig davon, ob die Alarmanlage im Zuge energetischer Verbesserungen oder einer Barrierefreiheit erfolgt, wie zum Beispiel bei der KfW-Förderung erforderlich. Hier werden verschiedene Maßnahmen zum Einbruchschutz durch ein zinsgünstiges Darlehen unterstützt.

Die Vorteile und Vergünstigungen sind:

  • Zinsvergünstigter Kredit zu einem Effektivzins von 1,00 %
  • Förderfähig sind maximal 50 % der Kosten, mindestens jedoch 1.500 Euro, höchstens 15.000 Euro pro Haus oder Wohnung
  • Förderung ist ab eine Rechnung von 3.000 Euro möglich

Förderprogramm der Stadt Heidelberg

Die Stadt Heidelberg bietet verschiedenste Zuschüsse für barrierefreies Bauen – darunter werden auch mit dem Programm „Heidelberger Schlossprämie“ Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes vor Einbrüchen gefördert. Bei einem Einbau von mechanischer Sicherheitstechnik erhalten Bürger einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent bis zu maximal 2.500 Euro. Die Förderung können Mieter sowie Eigentümer erhalten. Fördervoraussetzung ist, dass die geplante Maßnahme mit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Heidelberg abgestimmt wurde und deren Sicherungsempfehlungen eingehalten wurden.

Hier werden allerdings ausschließlich mechanische Sicherungsmaßnahmen gefördert – eine Förderung von passiven elektronischen Maßnahmen, wie eine Videoüberwachung oder eine Alarmanlage fürs Haus, ist nicht möglich.

Handwerkerkosten zum Einbau einer Alarmanlage Haus

Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch die Rechnung eines Handwerkers steuerlich abgesetzt werden, wenn dieser eine Alarmanlage einbaut. Einzelheiten dazu sind dem § 35a Absatz 3 Einkommensteuer Gesetz zu entnehmen. Die sogenannten Handwerkerleistungen können in Höhe von bis zu 20 Prozent der Aufwendungen für den Einbau der Hausalarmanlage – maximal jedoch bis zu 1.200 Euro – von dem zu versteuernden Einkommen bei der Einkommenssteuererklärung abgezogen werden.

Begünstigt sind allerdings rein die Arbeits- und Lohnkosten und nicht die Kosten für die Anschaffung der Alarmanlage oder die Materialkosten. Es muss daher dieser Anteil aus der Rechnung ersichtlich sein und sich getrennt voneinander ermitteln lassen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Auf der Rechnung getrennter Ausweis der Arbeits- und Materialkosten
  • Prozentuale Trennung des Rechnungsbetrags durch den Rechnungsaussteller in Arbeits- und Materialkosten
1 Comment
  1. Reply Thomas 2. November 2015 at 10:38

    Eine sehr gute Übersicht der unterschiedlichen Förderungen, auf die in diesem Bereich zurückgegriffen werden können. Vielen ist sicherlich auch gar nicht bekannt, dass es überhaupt in diesem Bereich eine Förderung gibt. Hier sollte es viel mehr Aufklärung geben.

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