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Alarmanlagen schützen: Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW steigt dramatisch

In Nordrhein-Westfalen ist im ersten Halbjahr 2015 die Zahl der Wohnungseinbrüche auf erschreckend hohe Zahlen angestiegen: 15,4 Prozent mehr als im Vorjahr und wurden 33.566 Einbrüche verzeichnet. Wie verteilen sich die Einbrüche auf die Städte? Was tun Polizei und Politik? Wer sind die typischen Einbrecher? Hilft eine Alarmanlage Haus? Das alles beantworten wir nachfolgend.

Einbruchs-Brennpunkte sind die Ballungszentren

Besonders oft wird in den Ballungszentren des Rhein-Ruhr-Gebiets eingebrochen und in Kommunen in Nähe von Autobahnen, die in das benachbarte Ausland führen oder mit einem gut ausgebautem Straßennetz. Hochburg ist hierbei Köln mit exakt 3.801 Fällen, wovon lediglich 5,68 Prozent aufgeklärt wurden. Die Aufklärungsquote liegt im Landesdurchschnitt bei 11,12 Prozent. Auf dem zweiten Platz der meisten Einbrüche in NRW landet Dortmund mit 2.154 Fällen und einer Aufklärungsquote von 8,17 Prozent. Am wenigsten wurde in Höxter eingebrochen (17 Einbrüche) und hiervon wurden 41,18 Prozent aufgeklärt. Ebenfalls stark betroffen sind aber auch ländliche Regionen und Randgebiete.

Die Polizei setzt zur Aufklärung auf täglich aktualisierte Auswertungen, um zu erkennen, wo Brennpunkte liegen oder ob Einbruchserien stattfinden. Ebenfalls einer wachsenden Bedeutung zur Aufklärung nehmen DNA-Analysen ein, die nach dem Einbruch unverzüglich durchgeführt werden, damit der Täter schnell identifiziert werden kann.

Ein bundesweit online geführtes Register enthält 99.954 Beutestücke aus 65.728 Einbrüchen. Mit ihr wird laufend auf Trödelmärkten und im Internet nach dem Diebesgut gefahndet. Dieses Jahr gab es in NRW 517 Schwerpunkteinsätze der Polizei gegen Einbrecherbanden, wobei es in 181 Fällen zu Festnahmen kam und 50 Haftbefehle vollstreckt wurden. In Köln und Duisburg läuft derzeit ein Pilotprojekt der computergestützten vorausschauenden Polizeiarbeit – es ist eine Auswertung auf weitere Bezirke in Planung: Die 517 Einsätze teilten sich wie folgt auf:

  • Dortmund – 113
  • Essen – 66
  • Euskirchen – 44

Wer sind die Täter und was ist ihre Masche?

In einem geheimen Forschungsbericht entschlüsselt das Landeskriminalamt in NRW derzeit die oben genannten Vorfälle. Dabei kommen neue und teilweise erstaunliche Details zutage:

  • Bei allen aufgeklärten Taten haben 69,5 Prozent der Täter einen deutschen Pass und nur 17,4 Prozent stammen aus Osteuropa.
  • Während deutsche Einbrecher nur zu 54,7 Prozent in Gruppen agieren, arbeiten die meisten Osteuropäer in Teams (75,5  %).
  • Deutsche Diebe erbeuten durchschnittlich 3.767 Euro – osteuropäischen Täter hingegen 7.273 Euro. Sie gehen laut LKA professioneller vor und erzielen daher höhere Beutesummen
  • Am meisten wird in freistehende Einfamilienhäuser eingebrochen (72,8 %), danach folgen Reihenhäusern (18,4  %) und Doppelhaushälften (8,9  %).
  • Unter den nicht gefassten Einbrechern sind auch die Täter mit der höchsten Beute: Sie erbeuten freitags 5.851 Euro und samstags 6.204 Euro. Dienstage schlagen mit nur 3.833 Euro zu Buche.
  • Die meisten ungeklärten Wohnungseinbrüche finden in der dunklen Jahreszeit Winter statt.
  • 64,4 Prozent der Täter stammen aus der eigenen Stadt, nur 24,9 Prozent leben in NRW in einem anderen Ort und 6,2 Prozent stammen aus dem Ausland oder nicht aus NRW.
  • Je weiter der Einbrecher vom Tatort entfernt lebt, desto höher ist auch die Beute. Vor-Ort-Ganoven erbeuteten 4.392 Euro, von weiter weg waren es 12.306  Euro.
  • Die Opfer waren in 17,7 Prozent der Fälle zur Tatzeit in der Wohnung – davon schliefen 53,3  Prozent und bekamen von der Tat nichts mit.

Einbruchsmethoden – so kann der Einbruch mit der Alarmanlage verhindert werden

An der Methode, wie die Schubladen einer Kommode durchwühlt werden, ist auch zu erkennen, wie professionell der Täter ist. Denn die effektivste Art, eine Kommode zu durchsuchen, ist ein Öffnen der Schubladen von unten nach oben. So müssen die einzelnen Laden nicht wieder geschlossen werden, um an das nächste Fach zu kommen.

  • Von den osteuropäischen Einbrechern wählten 59,6 Prozent diese Methode
  • Die deutschen Täter aber nur zu 38 Prozent

Eine Alarmanlage Haus kann solche Einbrüche verhindern. Häufig reicht schon die Anwesenheit einer Alarmanlage im Haus, dass Täter den Versuch erst gar nicht wagen:

  • Eine Alarmanlage verhindert Einbrüche, Überfälle und Diebstähle durch Abschreckung
  • Eine Alarmanlage benachrichtigt im Notfall den Sicherheitsdienst oder die Polizei
  • Eine Alarmanlage minimiert die den Tätern zur Verfügung stehende Zeit
  • Eine Alarmanlage informiert und alarmiert die in der unmittelbaren Umgebung befindlichen Personen sowie die Täter
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