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Hightech-Fußboden als Alarmanlage

Intelligenter Fußboden

Automatisch wissen, wie viele Personen sich im Haus befinden, Herzrhythmen analysieren und genau wissen, wann die Kinder nach Hause gekommen sind. Das alles soll in der Zukunft ein neues Forschungsprojekt von IBM möglich machen. Das amerikanische Beratungs- und IT- Unternehmen arbeitet momentan an einer Art intelligentem Fußboden für Privathäuser und Firmen. Der Boden verfügt über eine Multitouch- Funktion und kann darüber Bewegungen im Haus verfolgen. Der International Business Machines Corporation gelang es nun, das Patent für ihr Forschungsprojekt zu erwerben. Unter dem Titel „Securing premises using surfaced-based computing technology“ stellt der intelligente Fußboden einige Möglichkeiten in den Bereichen Sicherheit und Überwachung in Aussicht. Konkret handelt es sich um eine neuartige Bodenbeschichtung, welche über verschiedene Sensoren nicht nur das Gewicht, sondern auch die Größe der darauf befindlichen Objekte feststellen und unterscheiden kann. Besonders für den Bereich Sicherheit ergeben sich hier zahlreiche neue Optionen. IBM sieht dem Einsatz des Hightech- Fußbodens als eine gänzlich neue Art von Alarmanlage positiv entgegen. Im Vergleich zu anderen, gängigen Alarmanalagen wie Bewegungsmeldern, könne der intelligente Fußboden pausenlos aktiv sein und so Fehlalarme reduzieren. Durch den Dauerbetrieb und die intelligente Erkennung ließen sich falsche Alarme beinahe ausschließen. So komme es beispielsweise nicht zu typischen Fehlern durch Benutzer wie dem Vergessen der Deaktivierung eines Bewegungssensors vor Betreten des überwachten Grundstücks.

Smart Home in Perfektion

Alarmanlage im FussbodenDer Multitouch- Fußboden der Technologiefirma befindet sich zwar noch in der Entwicklung, gewährt jedoch großzügige Ausblicke auf unzählige neue Möglichkeiten im Bereich der Sicherheit. Ein Computer ist mit den Sensoren in der Bodenbeschichtung verbunden und löst bei verschiedenen, über die Sensoren wahrgenommenen Signalen, im Vorfeld festgelegte Handlungen aus. Da die Touch- Beschichtung nicht nur die Anwesenheit von Personen feststellen, sondern diese Personen auch unterscheiden kann, kann das Haus beispielsweise den Bewohner per Smartphone informieren, wenn eine bestimmte Person das Haus betritt. Eltern können so beispielsweise auf die Minute genau feststellen, ob und wann die Sprösslinge wohlbehalten von der Geburtstagsfeier eines Freundes wieder nach Hause gekommen sind oder ob sich ein Eindringling im Haus befindet. Auch für Mütter und Väter jüngerer Kinder hält das Sicherheits-System viele denkbare Optionen bereit. So können die Sensoren beispielsweise Alarm geben, wenn sich ein Säugling zu nahe an eine Gefahrenquelle wie einer Treppe oder dem Pool annähert. Auch unerlaubten Parties vom Nachwuchs lässt sich so ein Riegel vorschieben. Registriert der Fußboden eine bestimmte Anzahl an Personen, welche eine vorher festgelegte Zahl überschreitet, bekommen die Eltern auf Wunsch Bescheid und können eine entsprechende Gegenmaßnahme einleiten. Es ist beispielsweise denkbar, den Strom für die Musik oder das Licht abzustellen.

Alarmanlage für die Gesundheit

Auch für ältere Mitbürger oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen eignet sich der Einsatz des Multitouch-Fußbodens. Menschen mit besonders hohen gesundheitlichen Risiken bedürfen einer besonderen Überwachung, für welche der Fußboden im wahrsten Sinne des Wortes die Grundlage bieten kann. Erleidet eine Person beispielsweise einen Herzanfall oder einen Kreislaufzusammenbruch, kann das System nicht nur erkennen, dass jemand auf dem Boden liegt, sondern auch den Herzschlag analysieren und entsprechend voreingestellte Funktionen auslösen. Innerhalb von entscheidenden Minuten könne das System Nachbarn, Verwandte oder sogar den Rettungsdienst alarmieren. In einigen Extremfällen entscheidet die Hightech- Alarmanlage so vielleicht sogar über Leben und Tod.

Noch ist das Sensoren-System nicht als fertiges Produkt erhältlich. IBM verkauft üblicherweise die Lizenzen für technische Produkte an andere Firmen weiter. Interessenten dürfte es dabei mehr als genug geben. Der Einsatz der neuen Technologie ermöglicht nicht nur im Bereich der Einbruchsüberwachung, sondern auch in der medizinischen Sicherheit oder betreutem Wohnen unzählige neue Einsatzbereiche. Wann, ob und durch welche Firmensegmente das Produkt hergestellt wird, ist bis dato noch unklar. Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass die Hightech Alarmanlage in Zukunft aus manchen Einrichtungen nicht mehr weg zu denken ist.

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